Liebe Mitglieder,

wir ihr sicherlich auch, haben wir aus den Medien erfahren, dass ein Judotrainer aus Tegel seit Anfang der Woche wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von ihm anvertrauten Minderjährigen in Untersuchungshaft sitzt. Diese Nachricht finden wir erschreckend. Sie hat uns erschüttert und nachdenklich gemacht. Unsere Gedanken sind bei den Kindern, Jugendlichen und deren Familien.

Wir haben diesen konkreten Fall zum Anlass genommen, uns mit unseren eigenen Rahmenbedingungen zum Thema Kinderschutz zu beschäftigen. Dieser Vorgang ist noch nicht abgeschlossen und wird nie abgeschlossen sein.


Neben den üblichen Maßnahmen wie die Vorlage von polizeilichen Führungszeugnissen von Trainern, geht es uns hier insbesondere um eine gelebte Kultur im Verein. Transparenz, Offenheit, die Stärkung von Kindern, die Vermeidung von Abhängigkeitsverhältnissen – all das sind gute Mittel, um ein Klima zu schaffen, in dem Missbrauch stark erschwert oder gar unmöglich gemacht wird. Konkret heißt das bei uns: unsere Hallen sind immer geöffnet. Eltern sind während des Trainings immer willkommen. Wir stärken die intrinsische Motivation der Kinder und Jugendlichen, besprechen Ziele für Wettkämpfe gemeinsam, bei Mannschaftsmeisterschaften auch die Mannschaftsaufstellungen. Kein Kind soll das Gefühl haben, es muss etwas für einen Trainer leisten. Anstrengung und Leistung erbringt es in erster Linie für sich selbst

Wir werden uns noch einmal tiefer gehend z.B. mit den Richtlinien der Sportjugend beschäftigen und auch mit unserem Kinderschutzbeauftragten weitere Schritte besprechen.

Unser Kinderschutzbeauftragter hatte bisher lediglich eine beratende Funktion und bei Problemen hatten wir die Option, dass wir an ihn verweisen können. Seine Präsenz wollen wir in Zukunft ausweiten.

Markus Z. hat sich im Rahmen von beruflichen Weiterbildungen intensiv mit dem Thema „Sexueller Missbrauch im Sportverein befasst“. Ihn erreicht ihr bei Bedarf unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. An ihn könnt ihr Euch jederzeit vertrauensvoll wenden. Im Übrigen nicht nur bei sexualisierter Gewalt. Markus ist der einzige, der ein Lese- und Schreibrecht auf diese E-Mail-Adresse hat und agiert unabhängig vom Vorstand oder Trainern.

Wir haben außerdem eine Rubrik „Kinderschutz“ auf unserer Homepage eingerichtet, in der ihr zunächst diese E-Mail-Adresse dauerhaft wiederfinden könnt.

Beste Grüße

Der Vorstand und der Kinderschutzbeauftragte des Kaizen Berlin e.V.